Das 29. Dreikönigsschwimmen in Würzburg

Am 4.1.2010 beobachtete der Einsatzleiter besorgt den Pegel des Mains. Um 8 Uhr wurde der Stand von 263 cm mit leicht steigender Tendenz abgelesen. Das waren 7 cm unterhalb der Grenze ab der das Schwimmen nicht mehr durchgeführt werden darf. Wegen der Kälte ist nicht mehr so viel Wasser in den Main nachgeflossen und der Pegel sank am Montag tagsüber zusehends. Der Durchführung der Veranstaltung stand nun nichts mehr entgegen.

 

Am Dreikönigstag war es nun soweit. Die Lufttemperatur betrug minus 3°C.

Die Schwimmer trafen nach und nach in der Mehrzweckhalle in Gerbrunn ein. Jeder, der teilnehmen wollte, musste sich erst einmal anmelden. Nach Anmeldeschluss konnte eine Teilnehmerzahl von 142 Schwimmern gemeldet werden. Es war nicht die größte Teilnehmerzahl aller Veranstaltungen aber immerhin ein Rekord innerhalb der letzten Jahre. Nach 12:30 Uhr ging es zum Umziehen in die Schwimmhalle in Gerbrunn.

 

Zwischen 13 Uhr und 13:30 Uhr war es soweit. Die Busse starteten zu den Startpunkten der Langstrecke (ca. 5km) in Randersacker und zum Graf Luckner Weiher, dem Startpunkt der Kurzstrecke (ca. 2,5km). Nachdem die Schwimmer in Randersacker letzte Vorbereitungen trafen war es um kurz nach 13:30 soweit. Der Startschuss wurde gegeben und die Schwimmer stürzten sich, kältegeschützt mit geeigneten Neoprenanzügen, in das +2° C kalte Wasser. Unzählige Zuschauer säumten das Ufer betrachteten sich das Spektakel. Sie feuerten die Schwimmer eifrig vom Ufer aus an.

Am Graf-Luckner-Weiher bereiteten sich inzwischen die Schwimmer für die Kurzstrecke von 2,5 km auf den Start vor. Nachdem die Schwimmer der Langstrecke hier erschienen, wurde auch hier die Startfreigabe erteilt.

Insgesamt kamen die Schwimmer heute zügiger voran, weil der Wasserstand und damit die Fließgeschwindigkeit etwas höher war als bei den vorangegangenen Veranstaltungen.

Gesichert von 8 Booten der DLRG Ortsverbände des Bezirksverbandes Unterfranken trafen die Schwimmer in Würzburg kurz vor der Löwenbrücke am Ziel ein. Den Schwimmern waren die kältebedingten Strapazen anzusehen. Sie waren froh, dass ihnen erst einmal ein warmer Tee gereicht wurde. Gerne nutzten sie die erste Möglichkeit sich so schon mal wieder etwas aufzuwärmen. Anschließend ging es mit Bussen wieder in das Schwimmbad nach Gerbrunn. Hier konnten die Teilnehmer warm duschen.

 

Abschießend wurden die Teilnehmer in der Mehrzweckhalle in Gerbrunn geehrt. Die älteste Teilnehmerin war Karin Seufert (49) und der älteste Teilnehmer war Adolf Schmitt (68) jeweils von der Wasserwacht Iphofen. Der DLRG Ortsverband Gerbrunn stellte neben der größten Gruppe , allerdings gemeinsam mit der Bundeswehr mit der selben Teilnehmerzahl, auch die jeweils die jüngsten Teilnehmer Rixa Becker (12) und Nils Ebert (10).

Die weiteste Anreise hat Gerd Kreft aus der Nähe von Hannover auf sich genommen.

 

Für den reibungslosen Ablauf der gesamten Veranstaltung sorgten Helfer von den DLRG Ortsverbänden Gerbrunn, Gochsheim, Hammelburg, Schonungen, Werneck und Würzburg. Den Sanitätsdienst übernahmen der Arbeiter-Samariter-Bund und die Johanniter-Unfall-Hilfe. Insgesamt brauchten nur 3 Schwimmer zu signalisieren, dass sie aus eigener Sicherheit das Wasser vorzeitig verlassen wollten.

 

Nach den Ehrungen machten sich die Teilnehmer, zufrieden einen gelungenen Tag hinter sich zu haben, auf ihre Heimreise. Im kommenden Jahr wird das 30. Dreikönigsschwimmen im Main bei Würzburg stattfinden. Die Teilnahme an dieser besonderen Veranstaltung wird sich bestimmt niemand entgehen lassen.