85 Jahre DLRG in Unterfranken

Nachweislich ist die erste Gründung bzw. Nennung der DLRG in Unterfranken auf das Jahr 1923 zurückzuführen. Grund genug für den Vorstand des Bezirksverbandes Unterfranken dieses Ereignis mit einer besonderen Veranstaltung hervorzuheben um hiermit die Arbeit der DLRG der Bevölkerung darzustellen.

 

Auftakt war der Festakt am 12.7.2008 für die geladenen Gäste mit Vertretern der Stadt, Bezirksregierung, Rettungsorganisationen, anderen Vereinen und aus der DLRG. Die vorgesehenen Plätze waren auch schnell belegt.

Der 1. Vorsitzende des Bezirksverbandes Unterfranken führte durch die Veranstaltung. Grußworte wurden von folgenden Rednern vorgetragen. Richard Bär, Vizepräsident des DLRG LV Bayern wies in seinem Grußwort auf Bäderschließungen hin. Grundlage für sinkende Ertrinkungszahlen ist die allgemeine Ausbildung im Schwimmen. Diese kann nur durchgeführt werden, wenn geeignete Bäder zur Verfügung stehen. Weitere Grußworte wurden von Herrn Brauch, Bezirk Unterfranken, dem Kulturreferenten der Stadt Würzburg sowie von Herrn Hench, dem leitenden Branddirektor der Feuerwehr Würzburg, vorgetragen.

Bei dieser Gelegenheit wurden von Richard Bär und Michael Germer 2 Ehrungen durchgeführt. Gerhard Hachtel vom OV Gochsheim nahm die Bundesehrung Gold mit Brillant entgegen. Die gleiche Ehrung erhielt Paul Räth, der allerdings im Urlaub verweilte. Anschließend wurde Michael Germer für seinen unermüdlichen Einsatz für die DLRG die Ehrung in Gold überreicht.

 

Einen Rückblick in die Vergangenheit vom Jahr 1923 an bis in die Gegenwart schilderte der Ehrenvorsitzende des DLRG OV Würzburg Claus Pfeifer in einer Laudatio.

Im Anschluss des Festaktes wurden die geladenen Gäste auf dem Gelände des DLRG Bezirksverbandes Unterfanken bewirtet.

Das Highlight der Veranstaltung waren eindeutig die ausgestellten Katastrophenschutzzüge des Bezirks Unterfranken. Der Katastrophenschutzzug 1 wird von den DLRG Ortsverbänden, Würzburg, Gerbrunn und Hammelburg gestellt und der Zug 2 von den DLRG Ortsverbänden Ebern, Gochsheim, Schonungen, Schweinfurt und Werneck. Die Einsatzfahrzeuge und Boote zogen ein erhebliches Interesse von Gästen, Besuchern und Mitgliedern auf sich.

 

An verschiedenen Stationen wurden die Tätigkeiten durch kleine Beispiele den Besuchern veranschaulicht. Gerne wurde über die jeweiligen Tätigkeiten informiert und die Möglichkeit einer freiwilligen Mitarbeit dargestellt.

 

Ein zentraler Teil der Arbeit der DLRG wird durch das Tauchen abgedeckt. Eine Ausstellung von Tauchgeräten und Tauchhilfsmitteln aus verschiedenen Epochen informierte über dieses Thema. Bilder veranschaulichten die Aktivitäten der Taucher in vergangenen Jahren. Besonderes Interesse zog die Druckkammer des OV Würzburg auf sich. Der Tauchlehrer Armin Sklarczyk schilderte die Eindrücke, die Taucher während einer Druckkammerfahrt erleben. Unter Wasser können derartige Erlebnisse zu schweren Unfällen führen, daher ist es sinnvoll den Tauchern ihre Grenzen in einer ungefährlichen Umgebung und unter fachkundiger Aufsicht aufzuzeigen.

 

Ein besonderer Blickfang war das Prinzenpaar von der Giemaulgilde Heidingsfeld. Das Paar ließ es sich auch nicht nehmen eine Fahrt mit einem Rettungsboot mitzuerleben. Schwer war es das Prinzenpaar durch die wartenden Kinder zu geleiten. Neben der Hüpfburg und dem Parkour für Kinder waren offenbar die angebotenen Fahrten mit einem Rettungsboot mit Abstand die beliebteste Beschäftigung.

 

Am Abend der Jubiläumsfeier sorgte ein Musiker für frohe, ausgelassene Stimmung. Bis tief in die Nacht hinein wurde das traditionelle Sommernachtsfest der DLRG gefeiert. Besucher konnten sich von dem Vereinsleben ein eindrucksvolles Bild machen und vielleicht ist der ein oder andere bereit, einem der angeschlossenen Ortsverbänden beizutreten.