DLRG Tauch- und Rettungsübung

Der DLRG Bezirksverband Unterfranken hat 1.12.2007 eine Rettungstauchübung durchgeführt. Diese fand in Würzburg im Bereich der Löwenbrücke statt. An dieser Übung beteiligten sich die DLRG Ortsverbände Gerbrunn, Gochsheim, Hammelburg und Würzburg mit Tauchern, Helfern und Booten.

 

Das Zenario war, dass von der Löwenbrücke 4 Personen, darunter ein Rollstuhlfahrer, in den Main gestürzt sind. Eine Person konnte sich am Brückenpfeiler festhalten, während 2 weitere abgetrieben sind. Durch den schnellen Einsatz des Rettungsbootes konnten die 2 abtreibenden Personen an Bord geholt werden. Die weitere Person wurde vom Ufer aus durch einen Rettungsschwimmer geborgen. Weiterhin vermisst wurde der Rollstuhlfahrer.

 

Aus diesem Grund wurde der Taucheinsatz vom Einsatzleiter Rainer Räder vom OV Gerbrunn angeordnet, der diesen während der gesamten Übung geleitet hat. Als Suchgebiet wurde der Main in Ufernähe etwa 200 m flussabwärts festgelegt. Es musste auch unter einem Schiff getaucht werden. Das ist eine besondere Herausforderung für Taucher, weil es darunter dunkel ist und diesen der Weg nach oben an die Wasseroberfläche durch das Schiff versperrt wird.

 

Nicht nur der eigentliche Rettungseinsatz sollte geübt werden, sondern es fanden bei der Gelegenheit Ausbildungen statt. Florian Räder und Sven Hemmerich, beide aus Gerbrunn, wurden als Einsatztaucher 1 im Strömungstauchen weitergebildet. Der Rettungstaucher Ralf Pfister aus Gochsheim hat unter realen Einsatzbedingungen die neue Katastrophenschutztauchausrüstung getestet.

 

Um die eigene Sicherheit beim Tauchen den Teilnehmern zu vermitteln, sind unter den Einsatztauchern mehrere eigene Notfälle simuliert worden. Der Sicherungstaucher der für Notfälle des Rettungstauchers immer an Land bereitsteht, musste seinen Kameraden aus der Notsituation befreien. Der verunglückte Taucher wurde anschließend durch ein Rettungsboot aufgenommen.

 

Schließlich wurde der Rollstuhl, symbolischer Vertreter der 4. Person, auf dem Grund des Mains gefunden. Damit war die Einsatzübung beendet. Im Nachhinein bewertet ist diese Übung erfolgreich und mit vielen neuen Erkenntnissen für die Teilnehmer sowie ohne echte Verletzungen bei den Einsatzkräften abgelaufen.